Allgemeine Geschäftsbedingungen von TradeSafe für Einkäufer

§1 Anwendungsbereich
 
  1. Die nachfolgenden Allgemeinen Geschäftsbedingungen der zentrada Europe GmbH & Co. KG (im Folgenden als „TradeSafe“ bezeichnet) mit Sitz in Würzburg, Deutschland, gelten für die Nutzung der Dienstleistung TradeSafe mit dem Einkäufer als dessen Vertreter zur Vermittlung von Geschäften.

  2. Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen haben ausschließliche Geltung. Entgegenstehende oder abweichende Bedingungen des Einkäufers werden nicht anerkannt, es sei denn, TradeSafe hat diesen ausdrücklich schriftlich zugestimmt.


 
§ 2 Vertragsgegenstand
 
  1. TradeSafe betreibt unter der Bezeichnung TradeSafe nach Maßgabe der nachfolgenden Regelungen eine internetgestützte treuhänderische Bestell-, Zahlungs- und Auftragsabwicklung für einzelne Warenhandelsgeschäfte (im Folgenden auch als „Transaktionen“ bezeichnet) zwischen gewerblich tätigen Anbietern und Einkäufern des zentrada.networks.

  2. TradeSafe versteht sich als Abwicklungsdienstleister in der Übermittlung von Angebotsinformationen und Willenserklärungen sowie der Zahlungsabwicklung zwischen Einkäufer und Anbieter (im Folgenden als „Handelsparteien“ bezeichnet), ist jedoch keine Vertragspartei des zwischen den Handelsparteien bestehenden Warenhandelsgeschäfts. Der Einkäufer beauftragt TradeSafe als Abwicklungsdienstleister, für ihn die abzuwickelnden Geschäfte mit dem jeweiligen Anbieter zu vermitteln, die erforderlichen Willenserklärungen zu übermitteln und soweit für das einzelne Geschäft erforderlich auch Gelder einzuziehen oder auszuzahlen. Die dabei durchgeführte treuhänderische Abwicklung der Transaktionen kommt den Handelsparteien zugute.

  3. Soweit im laufenden Auftragsabwicklungsprozess einzelner Transaktionen Unstimmigkeiten zwischen den Handelsparteien auftreten, übernimmt TradeSafe in seiner treuhänderischen Verantwortung die Rolle des Schlichters mit der Option einer Schiedsentscheidung nach den folgenden Regelungen, welche die Handelsparteien durch die Nutzung von TradeSafe anerkennen.

  4. Soweit in diesen Bedingungen Regelungen für das Rechtsverhältnis zwischen Anbieter und Einkäufer enthalten sind, gelten diese nur im Verhältnis zu TradeSafe.


 
§ 3 Nutzer- und Nutzungsvoraussetzungen
 
  1. Die Nutzung von TradeSafe steht nur registrierten Mitgliedern des zentrada.networks und damit nur gewerblichen Anbietern und Einkäufern zur Verfügung.

  2. Die Handelspartner bestätigen mit der Anmeldung und der Nutzung von TradeSafe ihren gewerblichen Status, ihre Bankverbindung, ihre unbeschränkte Geschäftsfähigkeit und die Richtigkeit aller Angaben zu ihrer Person und Firma. TradeSafe und zentrada.network haften nicht für die Richtigkeit dieser Angaben und für aus falschen Angaben resultierender Rechtsfolgen und Vermögensschäden, soweit diese nicht Teil der Leistung von TradeSafe darstellen.

  3. Für die Nutzung von TradeSafe als Anbieter und der Freischaltung der speziellen Funktionen ist neben der Angebotsberechtigung im zentrada.network eine weitere Anmeldung und gesonderte Zustimmung zu vorliegenden Allgemeinen Geschäftsbedingungen von TradeSafe erforderlich. Darüber hinaus setzt die Nutzung voraus, dass sämtliche Erklärungen der Handelspartner ausschließlich über die Abwicklungsfunktionen des zentrada- und TradeSafe-Accounts abgegeben werden.

  4. Der Nutzer wird darauf hingewiesen, dass nur im zentrada- und TradeSafe Online-System sämtliche für die Transaktion relevanten Informationen abrufbar sind. Soweit die Systeme automatisch generierte E-Mails verschicken, enthalten diese nur den Hinweis auf eine Veränderung und Vorgänge im Bestellprozess. Die Handelspartner sind verpflichtet, zum Schutz vor gefälschten Nachrichten, alle wesentlichen Informationen und den Auftragsstatus regelmäßig aktuell aus den Online-Systemen zu entnehmen.

  5. TradeSafe behält sich vor, von Einkäufern und Anbietern spezielle Unterlagen zur Verifikation ihrer Person, Firma oder Identität anzufordern, soweit Sicherheitsbedürfnisse, Gesetzgebung (z.B. Geldwäschegesetz) oder sonstige Umstände dies für erforderlich erscheinen lassen.

  6. Es besteht kein Anspruch auf die Teilnahme an TradeSafe. TradeSafe behält sich vor, die Teilnahme am System ohne Angabe von Gründen, insbesondere wegen falscher Angaben in den Treuhandformularen oder vertragswidrigem Verhalten abzulehnen sowie jederzeit ohne vorherige Ankündigung zu widerrufen.

  7. Die Handelspartner sind verpflichtet, die Zugangskennung zu ihrem TradeSafe-Account vor dem unberechtigten Zugriff Dritter zu schützen. Sie haften in vollem Umfang für die missbräuchliche Verwendung ihres TradeSafe-Accounts, es sei denn der Handelspartner weist nach, dass er die unberechtigte Nutzung nicht zu vertreten hat.


 
§ 4 Nutzungsgebühren


Die Leistungen von TradeSafe sind für Einkäufer grundsätzlich kostenlos, die anfallenden Zahlungen werden vom Anbieter übernommen. Der Einkäufer kann die Transaktionen, die durch die Vermittlung von TradeSafe zustande gekommen sind, nur im Rahmen von TradeSafe abwickeln. Für Einkäufer werden nur dann Gebühren für die ersatzlose Stornierung und Rückabwicklung einer vereinbarten Transaktion in Höhe von netto EUR 30,00 erhoben, wenn die Stornierung und Rückabwicklung vom Einkäufer zu vertreten ist.

 
§ 5 Nutzungsprozess von TradeSafe
 
  1. Angebotsanfragen:

    Aus den Warenkörben der Shops und Showrooms im zentrada.network wechselt der Einkäufer zu seiner zentralen Warenkorb-, Angebotsanfrage und Auftragsverwaltung auf www.tradesafe.eu.

    Aus einem Warenkorb lassen sich über TradeSafe hier unverbindliche Angebotsanfragen an den jeweiligen Anbieter versenden, welche mit einer Frist vom Anbieter bearbeitet werden oder verfallen. TradeSafe übermittelt die Angebotsanfragen zu den vermittelten Geschäften für den Einkäufer an den Anbieter. Die Angebotsanfragen sind kostenfrei und unverbindlich. Weder der Anbieter noch TradeSafe kann und wird hieraus einen Anspruch ableiten

  2. Bestellangebote und Bestellungen:

    Auf Basis der unverbindlichen Angebotsanfrage in seiner TradeSafe-Auftragsverwaltung von zentrada prüft der Anbieter die Verfügbarkeit der Artikel in der gewünschten Menge, ermittelt die exakten Versandkosten zu der vom Einkäufer angegebenen Lieferadresse und legt die gültige Umsatzsteuerbehandlung auf Basis seiner Angaben fest. Hierzu werden dem Anbieter von TradeSafe die notwendigen Daten der Angebotsanfrage des Einkäufers und seines Unternehmens übermittelt.Der Anbieter gibt auf dieser Basis ein rechtsverbindliches Bestellangebot ab. Der Einkäufer kann innerhalb von zwei Arbeitstagen (die Bezeichnung „Arbeitstage“ bezeichnet im Folgenden die Tage Montag bis Freitag) nach Eingang des Bestellangebotes eine Bestellung aufgeben, die TradeSafe wiederum für ihn an den Anbieter übermittelt, und muss dann innerhalb einer Gültigkeitsfrist von sechs Arbeitstagen ab Eingang des Bestellangebotes den Zahlungseingang bei TradeSafe sicherstellen. Der Vertrag zwischen Anbieter und Einkäufer kommt zustande, sobald nach fristgerechtem Zahlungseingang der Lieferauftrag für den Einkäufer von TradeSafe an den Anbieter mitgeteilt wird.
    Mit Eingang der Bestellung bei TradeSafe entsteht das konkrete Abwicklungsverhältnis zwischen TradeSafe und dem Einkäufer; hierbei stimmt der Einkäufer den Allgemeinen Geschäftsbedingungen von TradeSafe in der zum Zeitpunkt der Bestellung aktuellen Fassung zu.
    Sollte der Einkäufer mit dem Angebot des Anbieters nicht einverstanden sein, kann er es ablehnen, nicht beachten oder über TradeSafe mittels einer modifizierten Angebotsanfrage Änderungen anfordern.

  3. Zahlungen:

    Zur Zahlungsabwicklung der Bestellung wählt der Einkäufer nach der Bestellung auf dem TradeSafe-Portal eine der angegebenen Zahlverbindungen aus und betätigt den Button über Mausklick.

    Der Einkäufer erhält dann zeitnah eine E-Mail mit der Bestätigung des gewählten Zahlweges, der Auftragssumme, der Transaktionsidentifikationsnummer (TransID) sowie der Frist, innerhalb der die Zahlung bei TradeSafe eingegangen sein muss, um die weitere Abwicklung des vermittelten Geschäfts zu ermöglichen und den Auftrag seitens des Anbieters verbindlich abzuschließen.

    Zahlungen haben ausschließlich und fristgerecht unter Berücksichtigung der üblichen Buchungsdauer an die angegebene Zahlverbindung von TradeSafe zu erfolgen. Pro Bestellung ist jeweils eine gesonderte Zahlung unter Angabe der jeweiligen TransID und des Namens des Einkäufers zu tätigen. Soweit eine Zahlung des Einkäufers einer bestimmten Transaktion nicht zugeordnet werden kann, weil der Einkäufer bei der Überweisung keine oder eine falsche TransID angegeben hat, so haftet TradeSafe nicht für aus einer verspäteten Verbuchung entstehende Schäden des Einkäufers.

    Der Einkäufer erhält von TradeSafe eine Zahlungseingangsbestätigung per E-Mail.

    Mit dem fristgerechten Zahlungseingang über die komplette Auftragssumme erhält der Anbieter seitens TradeSafe die Aufforderung zur Lieferung der Artikel und Ausfertigung einer entsprechenden Rechnung über die Bestellung des Einkäufers.

    Soweit der Einkäufer zwar die Bestellung fristgerecht ausgelöst hat, die Zahlung des Einkäufers auf dem Konto von TradeSafe jedoch nicht rechtzeitig ab Eingang des Bestellangebotes eingegangen ist, ist der Warenliefervertrag zwischen den Handelspartnern nur dann zustande gekommen, wenn der Anbieter einer Fristverlängerung zustimmt. Erteilt der Anbieter seine Zustimmung nicht verfällt die Transaktion.

  4. Versandmitteilung, Lieferbestätigung, Problemmeldung:

    Nach der Meldung des Versands der bestellten Artikel durch den Anbieter erhält der Einkäufer von TradeSafe eine Versandmitteilung. Der Einkäufer wird mit der Versandmitteilung aufgefordert, innerhalb von 10 Arbeitstagen nach der Versandbestätigung des Anbieters die ordnungsgemäße Lieferung seiner Bestellung in der Bestellverwaltung seines TradeSafe-Accounts zu bestätigen oder eine Problemmeldung abzugeben.

    Sollte die Lieferung nicht innerhalb der zu erwartenden Lieferzeit eintreffen – oder inhaltlich zu bemängeln sein – gibt der Einkäufer über die Bestellverwaltung seines TradeSafe-Accounts innerhalb der Frist zur Lieferbestätigung eine „Problemmeldung“ zu der Transaktion ab, um eine Auszahlung der Auftragssumme an den Anbieter zu unterbinden und den Kundenservice von TradeSafe zu informieren.

    Sollte der Einkäufer innerhalb der genannten Frist die ordnungsgemäße Lieferung weder bestätigen noch ein Problem melden, darf TradeSafe von der ordnungsgemäßen Lieferung ausgehen und veranlasst für den Einkäufer die Abrechnung und Auszahlung der Transaktionssumme abzüglich etwaiger Gebühren an den Anbieter. Die Bestellabwicklung und Pflichten seitens TradeSafe gegenüber dem Anbieter und dem Einkäufer in dem konkreten Abwicklungsverhältnis sind damit abgeschlossen. 

  5. Problemmeldungen durch den Einkäufer:

    Ab dem Zeitpunkt der fristgerechten Zahlungseingangsbestätigung von TradeSafe über die vollständige Auftragssumme einer Transaktion steht dem Einkäufer in der Bestellverwaltung von www.TradeSafe.eu die „Problem melden“ – Funktion zur Verfügung, über die der Einkäufer den Kundenservice von TradeSafe zur Abwicklung von Problemen bei seiner Bestellung einschalten und vor allem auch bei Lieferverzug oder Falschlieferung die Auszahlung der Auftragssumme an den Anbieter stoppen kann. Insbesondere für folgende Problemfälle bietet TradeSafe Unterstützung und die Schlichtung der Interessen zwischen Anbieter und Einkäufer an:
     
    • Die Zahlung des Einkäufers ist bei TradeSafe eingegangen, aber der Anbieter meldet nicht innerhalb des angekündigten Zeitraums den Versand der Ware

    • Der Anbieter hat den Versand bestätigt, aber der Einkäufer erhält innerhalb des üblichen Versandzeitraums keine Lieferung

    • Die Lieferung ist unvollständig, die Ware entspricht nachweisbar nicht den Angaben oder ist nachweisbar beschädigt oder fehlerhaft




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    Eine Problemmeldung ist nur zwischen Zahlungseingangsbestätigung der Auftragssumme und dem Transaktionsabschluss durch eine Lieferbestätigung oder dem Verstreichenlassen der Frist gemäß § 5 Nr. 4 möglich. Dennoch hat der Käufer für die Problemmeldung bis zu 10 Tage Zeit.  

    Die Bearbeitung von Problemfällen erfolgt seitens TradeSafe nach internen Verfahrensregeln und entsprechend der individuellen Sachlage.

    Insbesondere zur Schlichtung strittiger Sachlagen kommen die in § 6 geregelten Verfahrensregeln zum Einsatz, welche von Einkäufer wie vom Anbieter als Schlichtungsgrundlage anerkannt und mit der Nutzung von TradeSafe bestätigt sind.

    Die Verfahrensregeln können von TradeSafe nach eigenem Ermessen zur Anwendung kommen. Basis bildet die treuhänderische Funktion von TradeSafe in der Interessenvertretung von Einkäufer und Anbieter.





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  9. Besondere Regelungen zur Abwicklung von Pre-Orders (Vorbestellungen)

    Als Anbieter haben Sie die Option in der TradeSafe-Einrichtung die Akzeptanz von Pre-Orders zu aktivieren und stimmen damit den folgenden speziellen Abwicklungsregelungen für Pre-Order zu.

    1. Pre-Order Angebote sind einseitig verbindliche Angebote im Bezug auf Warenangebot, Preis und vereinbartem Liefertermin zum Einkäufer. Pre-Orders werden mit der fristgerechten Zahlung der geforderten Anzahlung durch den Einkäufer und die Bestätigung hierüber von TradeSafe an den Anbieter verpflichtende Rechtsgeschäfte für beide Parteien. Die Anzahlung wird vom Einkäufer treuhänderisch bei TradeSafe hinterlegt und zusammen mit der Restzahlung entsprechend §5 (4) nach Lieferbestätigung ausgezahlt. Mit der Festlegung der notwendigen Lieferzeit (inkl. absehbarer Versandzeit) bei Angebotsabgabe errechnet sich für TradeSafe die erforderliche Frist zur Restzahlung und den Lieferauftrag der eine fristgerechte Auslieferung an den Einkäufer ermöglicht.

    2. Mit der fristgerechten Restzahlung durch den Einkäufer an TradeSafe erteilt TradeSafe den Auftrag zur Auslieferung der Pre-Order zum gewünschten Termin an den Einkäufer.

    3. Fällt die Restzahlung innerhalb einer vertretbaren Frist aus Gründen aus, die der Einkäufer zu vertreten hat, steht dem Anbieter eine Entschädigung in Höhe der Anzahlung abzüglich der TradeSafe-Gebühren zu. Kann der Anbieter bei fristgerechter Restzahlung nicht innerhalb einer vertretbaren Zeit liefern, so hat im Gegenzug der Einkäufer über die Rückzahlung der Zahlungen an TradeSafe hinaus, gegen den Anbieter einen pauschalen Entschädigungsanspruch in Höhe von 50% (fünfzig Prozent) des verlangten Anzahlungsbetrags. Dieser Anspruch ist zur Erlangung seitens des Einkäufers an TradeSafe abgetreten. Der Anbieter stimmt ausdrücklich einer möglichen Verrechnung der Entschädigungsansprüche mit sonstigen Guthaben bei TradeSafe zu.
 
§ 6 Schlichtungsverfahren und Schlichtungsentscheid
 
  1. Mit der Problemmeldung im Rahmen einer TradeSafe-Transaktion wird im ersten Schritt die Auszahlung der seitens des Einkäufers an TradeSafe entrichteten Kaufsumme bis zu einer möglichen Klärung des Problems unterbrochen. TradeSafe versucht dann innerhalb von wenigen Tagen einen informellen Abgleich des Problemstandes und möglicher Lösungen zwischen Einkäufer und Anbieter zu vermitteln. Sollte über den Konflikttatbestand Uneinigkeit bestehen, wird TradeSafe beide Handelspartner um Beweisführung innerhalb einer angemessenen Frist auffordern. 

  2. Grundsätzlich ist es das Ziel des Schlichtungsprozesses, die vorliegende Transaktion zur Zufriedenheit von Einkäufer und Anbieter im allseitigen Einvernehmen so weit als möglich abzuschließen. Hierzu sind Nachlieferungen oder nachträgliche Rabatte seitens des Anbieters möglich. Die Stornierung und Rückabwicklung einer Transaktion ist möglich, soweit Einigkeit über die Kosten der Rückabwicklung besteht. Sollte keine der einvernehmlichen Schlichtungsoptionen von den Handelspartnern akzeptiert werden, so unterwerfen sich beide schon mit Nutzung des TradeSafe-Abwicklungsverfahrens einem möglichen Schlichtungsentscheid. Dieser Schlichtungsentscheid wird von TradeSafe auf Basis einer nochmaligen befristeten schriftlichen Beweis- und Stellungnahme der Handelspartner gefällt und schriftlich begründet mitgeteilt. Zum Schlichtungsentscheid kann nach freiem Ermessen von TradeSafe eine einmalige interne Widerspruchsfrist gesetzt werden. Spätestens nach Ablauf oder Ablehnung eines möglichen schriftlichen Widerspruchs bildet der Schlichtungsentscheid die Grundlage zur Abwicklung der strittigen Transaktion.

  3. TradeSafe kann den Schlichtungsentscheid umgehen und die weitere Klärung der strittigen Transaktion an ein Gericht verweisen. Soweit die Transaktionssumme Teil des Verfahrens ist, wird TradeSafe das Geld abzüglich etwaiger Kosten beim zuständigen Gericht hinterlegen. Für TradeSafe ist die Transaktion sowie jede weitere Verpflichtung aus der Transaktion mit der Übergabe an ein zuständiges Gericht abgeschlossen. Einkäufer und Anbieter tragen die Kosten für das Gericht und weitere Verfahren. 

  4. Der Schlichtungsentscheid von TradeSafe beruht auf den objektiven Gegebenheiten und den Einlassungen der Handelspartner. Unabhängig von den zwischen den Handelspartnern vereinbarten Bedingungen erfolgt die Schlichtung auf Basis der Fair-Trade-Grundsätze von TradeSafe, die beide Parteien mit Nutzung des TradeSafe Verfahrens anerkannt haben. Allgemeine Geschäftsbedingungen oder Individualvereinbarungen, die mit den Fair-Trade-Grundsätzen im Widerspruch stehen, muss TradeSafe nicht beachten. Der Schlichtungsentscheid ist für die Parteien gegenüber TradeSafe bindend. TradeSafe ist berechtigt, auf Grundlage des Schlichtungsentscheides die Auszahlung von entgegengenommenen Zahlungen an eine der Parteien vorzunehmen. Den Parteien bleibt vorbehalten, Ansprüche untereinander vor den ordentlichen Gerichten auszutragen.




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§ 7 Guthaben, Gebühren, Abrechnung und Zahlungsabwicklung
 
  1. TradeSafe verwahrt die Kaufsumme in der jeweiligen Transaktionswährung ab dem Zeitpunkt der Einzahlung treuhänderisch für den Einkäufer oder den Anbieter. 

  2. Die verwahrte Kaufsumme wird seitens TradeSafe für den Zeitraum der Verfügbarkeit nicht verzinst. 

  3. Die Gebühren der TradeSafe Bestell- und Zahlungsabwicklung sowie mögliche gesonderte Gebühren der Stornierung werden seitens TradeSafe in Rechnung gestellt und, soweit möglich innerhalb der Transaktion, mit dem Auszahlungsguthaben für Einkäufer oder Anbieter verrechnet und einbehalten. 

  4. Anbieter und Einkäufer stellen TradeSafe ihre Bankverbindung für die Auszahlung von Transaktionsguthaben zur Verfügung und teilen mögliche Änderungen TradeSafe rechtzeitig und schriftlich per eMail oder Fax mit. TradeSafe haftet nicht für möglicherweise fehlerhafte oder veraltete Angaben zu Bankverbindungen. 

  5. Die Abrechnungen und Auszahlung erfolgen für alle abgeschlossenen Transaktionen wöchentlich mit den üblichen Bankverkehrszeiten. 
  6. Sollten sich aus der Auszahlungsabrechnung etwaige Anforderungen zur gesonderten Verifizierung des Zahlungsempfängers aus den deutschen und europäischen Geldwäschegesetzen, Verordnungen oder andere Rechtsansprüche ergeben, so ist TradeSafe jederzeit berechtigt, die vorhandenen Gelder zinsfrei bis zu dem Zeitpunkt einzubehalten, bis der jeweilige Zahlungsempfänger die geforderten Informationen, Unterlagen oder sonstige Nachweise zur Erfüllung der gesetzlichen Pflichten von TradeSafe erbracht hat.




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§ 8 Haftung
 
  1. Die Haftung von TradeSafe ist ausschließlich auf die treuhänderische Bestell-, Zahlungs- und Auftragsabwicklung beschränkt. Diesbezüglich haftet TradeSafe im Falle von Arglist, Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen. Schäden, die durch leichte Fahrlässigkeit entstanden sind, werden nur ersetzt, wenn es sich dabei um die Verletzung einer Pflicht handelt, deren Nichteinhaltung die Erreichung des Vertragszwecks gefährdet und/oder deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Erfüllung der geschädigte Handelspartner regelmäßig vertrauen darf (Kardinalpflicht). 

  2. Bei der fahrlässigen Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht ist die Haftung von TradeSafe auf denjenigen Schadensumfang begrenzt, mit dessen Entstehen der geschädigte Handelspartner und TradeSafe bei Vertragsschluss aufgrund der ihnen zu diesem Zeitpunkt bekannten Umstände typischerweise rechnen mussten. 

  3. Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit bleiben durch die vorstehenden Haftungsbeschränkungen unberührt. 

  4. Für den Verlust oder die Beschädigung von Daten und deren Wiederherstellung haftet TradeSafe nur dann, wenn ein solcher Verlust auch durch angemessene Datensicherungsmaßnahmen durch den Handelspartner nicht vermeidbar gewesen wäre.


 
§ 9 Fristberechnung


Bei der Berechnung des Fristablaufs sämtlicher in diesen Allgemeinen Geschäftsbedingungen geregelten Fristen bleiben nationale gesetzliche Feiertage außer Betracht. Samstage und Sonntage werden bei der Fristberechnung nicht berücksichtigt.

 
§ 10 Datenschutz
 
  1. TradeSafe und die zentrada Europe GmbH & Co. KG nutzen und speichern personenbezogene Daten auf Basis des geltenden Datenschutzgesetzes. 

  2. Anbieter und Einkäufer geben mit der Nutzung von TradeSafe ihre Einwilligung zur Verwendung ihrer personenbezogenen Daten, insbesondere, dass ihre Daten zu Angeboten, Beteiligten, Nutzung und Transaktionen in den Datenbanken von zentrada.network und TradeSafe gespeichert und zur Transaktionsabwicklung an die Handelsparteien weitergegeben werden. 

  3. Eine sonstige Weitergabe von personenbezogenen Daten an Dritte erfolgt ausschließlich auf Basis gesetzlicher Vorschriften sowie auf behördliche Anordnung. 

  4. Die Speicherung personenbezogener Daten erfolgt im Rahmen der gesetzlichen Aufbewahrungspflichten.


 
§ 11 Schlussbestimmungen
 
  1. Alle Änderungen und Ergänzungen dieser Allgemeinen Geschäftsbedingungen bedürfen zu ihrer Rechtswirksamkeit der Schriftform. Mündliche Nebenabreden gelten nur, wenn sie schriftlich bestätigt worden sind. Dies gilt auch für die Änderung dieses Schriftformerfordernisses selbst. Einseitig erklärte Änderungen und Ergänzungen sind unwirksam.
     

  2. Für diese Geschäftsbedingungen und das gesamte Rechtsverhältnis zwischen Handelspartner und TradeSafe gilt ausschließlich das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG) und der abdingbaren Kollisionsnormen des internationalen Privatrechts, die auf ausländische Rechtsordnungen verweisen. 

  3. Für die hier vorliegenden Geschäftsbedingungen ist alleine die deutsche Fassung maßgeblich. Als Gerichtsstand für alle Streitigkeiten wird ausschließlich Würzburg, Deutschland, vereinbart. TradeSafe bleibt es jedoch unbenommen, Ansprüche gegen den Handelspartner auch an dessen allgemeinen Gerichtsstand geltend zu machen.

    Sollte eine Bestimmung dieser Geschäftsbedingungen ganz oder teilweise unwirksam oder undurchführbar sein oder werden bzw. sollten die Geschäftsbedingungen eine Lücke enthalten, so bleibt dadurch die Rechtswirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. Anstelle der unwirksamen Bestimmung gilt eine wirksame Bestimmung als vereinbart, die dem von den Parteien Gewollten wirtschaftlich am nächsten kommt; das Gleiche gilt im Fall einer Lücke. Bei einer unzulässigen Frist gilt das gesetzliche Maß.


14. Dezember 2012

TradeSafe AGBs für Einkäufer.pdf
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